CRADLE TO CRADLE

UMDENKEN

DIE C2C DENKSCHULE

Um die Probleme unserer Zeit langfristig zu lösen, müssen wir umdenken. Wir Menschen verschwenden heute endliche Ressourcen und zerstören so unsere Existenzgrundlage. Durch Verzicht handeln wir zwar weniger schlecht – aber noch lange nicht gut. Wir können Klima- und Ressourcenprobleme nur durch positive Ziele dauerhaft lösen. Indem wir unser Handeln konsequent in biologische Kreisläufe integrieren und technologische Kreisläufe schaffen, erreichen wir einen wirklichen Mehrwert: ökologisch, ökonomisch und sozial.

junge weiße Frau hält sich zwei brauen Kugeln vor die Augen Bild auf Webseite Cradle to Cradle C2C
junger weißer Mann jongliert mit braunen Kugeln Bild auf Webseite Cradle to Cradle C2C

UMGESTALTEN

DAS C2C DESIGNKONZEPT

Auf Umdenken folgt Umgestalten: Das Cradle to Cradle Designkonzept ist die Anleitung für innovative und zukunftsfähige C2C-Produkte und Geschäftsmodelle. Materialien, die gesund für Mensch und Umwelt sind, zirkulieren in biologischen und technischen Kreisläufen. Bei der Produktion nutzen wir ausschließlich regenerative Energie, erhalten oder verbessern die Qualität von Wasser und Boden und haben faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

UMLENKEN

C2C Rahmenbedingungen schaffen

Die notwendige Transformation, die beim Umdenken und Umgestalten beginnt, muss durch verlässliche und zielführende Rahmenbedingungen unterstützt und beschleunigt werden. Dieser politische und wirtschaftliche Rahmen muss Anreize setzen, die klima- und ressourcenpositives Handeln fördern und lineares Denken und Handeln unrentabel machen.

Person mit Reifen.

Erklärvideo: Was ist Cradle to Cradle?

Ihr fragt euch, was Cradle to Cradle eigentlich bedeutet und warum es eine Lösung für unsere aktuellen Klima-, Ressourcen-, Umweltprobleme ist? Das erklären dir in diesem Video Nora und Tim von Cradle to Cradle NGO.

LEXIKON

Was sind Verbrauchsgüter? Und was meinen wir, wenn wir von einem positiven Fußabdruck sprechen?

Eine Cradle to Cradle-Wirtschaft funktioniert ganz anders als unser heutiges lineares System. Große Herausforderungen brauchen eben große Lösungen. Die sind allerdings oft komplex und manchmal auch kompliziert. Deshalb gibt es unser Lexikon mit den wichtigsten Begriffen aus der C2C-Welt.

C2C an Beispielen erklärt

Wie sieht Cradle to Cradle in der Umsetzung konkret aus? Wo bestehen noch Herausforderungen? Das zeigen wir anhand von zahlreichen Beispielen aus verschiedenen Bereichen wie Landwirtschaft, Energie oder Textilien.

ABCX-Methode

Die Einteilung in ABCX-Materialien hilft, die Qualität von Produktbestandteilen transparent zu definieren – immer auf das jeweilige Nutzungsszenario des Produkts bezogen. A ist ein Material, das für eine spezifisch definierte Nutzung optimal geeignet ist. B heißt optimierbar, C steht für tolerierbar und X für nicht tolerierbar. X-Materialien müssen durch unbedenkliche Stoffe ersetzt werden. Je mehr A-Materialien ein Produkt enthält, desto höher ist die Produktqualität.

Abfall ist Nährstoff (Nährstoff bleibt Nährstoff)

Nach Cradle to Cradle ist jeder Abfall Nährstoff für etwas Neues. Das ist bei allen Produkten der Fall, die nach dem C2C Designkonzept für biologische oder technische Kreisläufe designt und hergestellt sind. All ihre Bestandteile und Materialien stehen nach der Nutzung in einem Produkt als Rohstoff für ein neues Produkt zur Verfügung. Das von uns Menschen geschaffene Konzept Müll existiert dann nicht mehr, sondern nur kontinuierlich zirkulierende Nährstoffe.

Biologisch abbaubar

Ein Stoff, Material oder Produkt ist dann biologisch abbaubar, wenn es in einem natürlichen System vollständig in seine elementaren Bestandteile zersetzt werden kann, ohne dass dabei schädliche Nebenprodukte entstehen. Das kann im Gartenkompost geschehen, oder in einer industriellen Anlage. Dabei spielt die Rohstoffbasis des Materials keine Rolle, sondern ausschließlich dessen chemische Struktur. Auch synthetisch hergestellte Materialien können demnach biologisch abbaubar sein, während es Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen gibt, auf die das nicht zutrifft.

Biologischer Kreislauf (Biosphäre)

Mit diesem Begriff wird die Gesamtheit aller Lebensräume von Organismen auf der Erde bezeichnet. Wir Menschen haben innerhalb der Biosphäre auch technische Kreisläufe geschaffen – die Technosphäre. Produkte und Materialien, die in die Biosphäre gelangen, müssen biologisch abbaubar sein (Reifenabrieb, Bananenschale). Alle Produkte und Materialien, die nicht biologisch abbaubar sind, dürfen ausschließlich in der Technosphäre zirkulieren (Fahrradrahmen, Laptop). Produkte, die aus biologisch abbaubaren und nicht biologisch abbaubaren Materialien bestehen, müssen so designt und hergestellt sein, dass sich die unterschiedlichen Materialien rückstandslos trennen lassen und innerhalb ihrer jeweiligen Sphären zirkulieren können (Fahrrad, mit Metall verschraubtes Holz). Auch Produkte der Biosphäre sind im Idealfall so designt, dass sie mehrmals im technischen Kreislauf verwendet werden, bevor sie abgebaut werden (Holz-Kaskade: Mehrfachverwendung von Holz, dann als Papier verwendet, erst dann erfolgt der biologische Abbau).

Designkonzept

Um unser Klima- und Ressourcenproblem langfristig zu lösen, müssen wir Menschen umdenken und umgestalten. Das C2C Designkonzept ist die Anleitung dafür. Es ist natürlichen Kreisläufen nachempfunden, in denen jeglicher Abfall Nährstoff für etwas Neues ist. Cradle to Cradle berücksichtigt alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte von Produkten bereits in der Planungsphase. Dabei kommen ausschließlich kreislauffähige Materialien zum Einsatz, die für den konkreten Zweck eines Produkts geeignet sind.

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